Willkommen lieber Leser

Schön, dass ihr auf »usagitsune« hergefunden habt, den Blog mit Geschichten aus ganz Japan.
Der Name »usagitsune« leitet sich aus dem Japanischen von »usagi« , übersetzt »Hase«, und »kitsune« , zu deutsch »Fuchs«, ab.

Unter »Erzählungen aus Japan« findet ihr viele Märchen, Sagen und Legenden.  
»Unheimliches Japan« beschäftigt sich mit Ritualspielen sowie düsteren und furchteinflößenden Horrorgeschichten und urbanen Legenden.  
»Chinese Zodiacs« stellt euch die 12 asiatischen Tierkreiszeichen vor.  
Also schaut euch um. Wir wünschen euch viel Spaß beim Entdecken von Japans Mythologie und Geister- und Götterwelt.

Aktuell veröffentlichen wir unsere Artikel im Zwei-Wochen-Rhythmus. Wenn dir unsere Arbeit gefällt, würden wir uns über Unterstützung freuen, damit wir in Zukunft mehr Zeit für dieses Projekt aufwenden können. Hier geht es zu unserer Patreon-Seite!

Ein ungleiches Paar

Die Inhalte werden von Megumi und Ellen erarbeitet und bereitgestellt.

Megumi M

Freie Künstlerin

Megumi wurde in Japan geboren und arbeitet seit vielen Jahren als selbständige und freie Künstlerin.

Ellen A. Korei

Autorin

Ellen kommt aus Deutschland, begegnete jedoch schon früh japanischer Kultur. Nach ihrem Studium der Germanistik arbeitete sie als selbstständige Autorin.

Der verbotene Schrein

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Hi, ich bin Takashi. Seit einiger Zeit lebe ich in einer mittelgroßen Stadt, aber das war nicht immer so. Meine Kindheit habe ich komplett auf dem Land verbracht – so richtig, richtig auf dem Land. Ihr wisst schon, mit nichts drumrum und nichts zu tun in der Nähe. Als Kind hatte ich es lustig gefunden. Aber je jünger man ist, umso spannender kann man wirklich jeden Kleinkram finden. In der Mittelschule wurde mir alles schon zu langweilig. Vor allem weil auch echt wenige in meinem Alter waren. Gefühlt …

Yukionna

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Im weiten Hida-Gebirge ragt unter anderem der Shiroumadake fast dreitausend Meter in den Himmel. Er wird im Nihon Hyakumeizan erwähnt und ist bekannt für seine endlosen Wildblumenwiesen im Sommer, wie auch das größte Tal in ewigem Schnee landesweit. Im Sommer zeigen sich dort Felsspitzen, die an Pferde erinnern, woher der Berg seinen Namen hat. Die Winter dort sind geprägt von großen Schneemengen und eisigen Winden, und in genau so einem Winter beginnt diese Geschichte. Am Fuße des hohen Shiroumadake lebten einmal der alter Jäger Mosaku und sein Sohn, …

Shinto-Schrein-Regeln

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Takako und Aoi waren seit langem befreundet. Jeden Tag trafen sie sich und so hatten sie sich auch heute wieder einmal in der Stadt verabredet. Nachdem sie einige Snacks gekauft hatten, suchten sie einen Platz, an dem sie quatschen und die Zeit verbringen konnten. Sie fanden dafür einen alten Schrein und betraten das Areal durch das Torii. Niemand sonst war hier und die beiden spielten vergnügt mit der Glocke, lachten und aßen. Die ganze Zeit über kam kein anderer Besucher vorbei, und als es auf den Abend zuging, …

Die zwei Drachen von Kita-In

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Am Stadtrand des kleinen Ortes Kawagoe, westlich von Tokyo, steht ein prächtiger Tempel namens Kita-In. Dort erzählt man sich eine Geschichte, die sich vor langer Zeit so zugetragen haben soll. Es war eines nachts, in einer Zeit, wo die Wege noch unbeleuchtet waren, da klopfte es zu später Stunde an der Tür. Als der alte Tempelmeister öffnete, stand ihm gegenüber eine außergewöhnlich schöne, junge Frau. »Guten Abend, ehrenwerter Priester«, verbeugte sich die Unbekannte. »Verzeiht die Störung um die späte Stunde, doch habe ich eine dringende Bitte Würdet Ihr …

Schreine ohne Torii

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Schreine: heilige Orte, von Segen erfüllt und von Göttern bewohnt. Ein Torii schützt hierbei die Grenzen und markiert die Schwelle von der menschlichen Welt zur göttlichen. Doch manchmal verwittert das Tor, es wird zerstört oder verschwindet … Zwei Mädchen zogen gern zusammen los und statteten Schreinen Besuche ab. Es war ein gemeinsames Hobby und sie hatten schon viele besucht. So gelangten sie auch dieses Mal an einem Kleinen, etwas Abgelegeneren an. Fast hätten sie den von Wald umgebenen Ort übersehen, denn zudem fehlte das Torii, das sonst so …

Kintaro von Ashigarayama

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Vor etwas mehr als tausend Jahren lebte, verborgen in den Ashigara-Bergen in der damaligen Provinz Sagami, eine Yamauba und ihr kleiner Sohn, Kintaro. Nun muss man wissen, eine Yamauba ist eine Hexe, die in den Tiefen der Berge haust, und weil das Leben dort nicht einfach ist, sind diese Hexen übermenschlich stark. So war es denn auch mit Kintaro. Schon als Säugling spielte er mit Steinen, die größer waren als sein Kopf, und er war gerade mal ein Jahr alt, da konnte er laufen so schnell wie der …

Dorf Inunaki

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Ein Pärchen befand sich einst auf dem Weg durch die Berge Inunaki. Ihr Ziel war von Miyakawa aus nach Hisayama zu gelangen, wofür sie damals in Richtung des Inuaki-Tunnels fuhren. Kurz bevor sie diesen jedoch erreichten, hörten sie ein seltsames Klacken. Irgendwas musste mit dem Motor nicht in Ordnung sein, und als sie aus dem Tunnel wieder herauskamen, gab das Auto den Geist auf. Verlassen standen sie in der Gegend und mussten sich entscheiden, was sie am besten tun sollten. Damals gab es noch keine Handys, und so …

Die Fuchsbraut

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Einst lebte in einem kleinen Dorf in den Bergen ein junger Mann namens Narinobu. Schon früh hatte ihn ein schweres Schicksal getroffen, als er Vater und Mutter verloren hatte. Seither bewohnte er allein das Elternhaus und bestellte die Felder. Narinobu arbeitete hart für seinen Lebensunterhalt, so auch an jenem Tag, als ein junges, hübsches Mädchen vorbeikam. Er schaute von seiner Arbeit auf und blickte ihr entgegen, wie sie in der prallen Sommerhitze den Weg entlang wankte. Noch während er sich selbst in der kleinen Atempause den Schweiß von …

Wie der Hase auf den Mond kam

Bitte Beachten! Diesen Text nicht einfach ohne Erlaubnis kopieren oder nutzen, weder als Text, noch vorgelesen, weder auf Webseiten noch in Videos. Es war vor langer, langer Zeit, als die Menschen und die Tiere sich noch verstehen konnten und nebeneinander lebten, da verirrte sich an einem frostigen Wintertag ein Mann in einen Wald. Er war tagelang gewandert und hatte genauso lang nichts zu sich genommen, außer ein wenig Schnee gegen den Durst, so dass er sich, müde und hungrig, unter einem Felsvorsprung kauerte und auf den Tod wartete.  Da kamen des Wegs ein Hase, ein Fuchs und ein Bär. Die drei befreundeten Tiere beschnupperten den bewusstlosen Mann und steckten die …

Das Schwein

Der gemütliche Gönner Guten Tag, man nennt mich Schwein. Wie vielleicht bekannt, bin ich das letzte Tier der zwölf Tierkreiszeichen. Ja wisst ihr, einmal bin ich nicht der schnellste Renner, und auch kein begabter Schwimmer. Meine Beine sind eben kurz! Ja und mein Bauch ein wenig dick, weil ich gerne und gut esse. Als die Einladung des Jadekaisers kam, da bin ich losgeflitzt, so fix mich meine Beinchen trugen, aber unterwegs wurde ich einfach so hungrig, dass ich eine Rast einlegen und mir einen Snack genehmigen musste. Na gut, es war vielleicht ein größerer Snack, ein kleines Festessen quasi, wirklich nette Leute waren das, die mich da versorgt haben. Nur, …